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Lyrik

Meine persönliche Hommage an Elytis

Dichtung war für mich immer (oder fast immer)  Anstoß und Richtungsweiser, d.h.: Es war immer die Poesie, die mir neue Sichtweisen, neue Richtungen öffnete.

Dieses Öffnen gehört für mich auch zu ihren Grundaufgaben. Sie kann und soll uns unsere innere und äußere Welt in allen Farben zeigen: vom tristen Grau bis zum schillerndsten Grün. Sie soll uns aber auch hinaus führen über uns selbst, über unsere Beschränkungen und eingeengten Sichtweisen.

 

 

 


Der Dichter, der für mich das am besten konnte ist

Odysseas Elytis

 

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Biographie

Sein richtiger Name war Odysséas Alepoudélis. Elytis wurde am 2. November 1911 in Iraklion auf der Insel Kreta geboren. 1914 übersiedelte die Familie nach Athen.1917 wurde er auf einer Privatschule eingeschrieben, an der er für 7 Jahre blieb.1924 wechselte er an das Gymnasium. Sein Lehrer I. Sarris erweckte in ihm die Liebe zur Natur. Im Anschluss besuchte er die Universität in Athen, die er 1936 verließ um auf Kerkyra seinen Militärdienst abzuleisten.

Als Schriftsteller trat er erstmals 1935 in Erscheinung. Er veröffentlichte Gedichte in der Zeitschrift "Nea Grammata". In diese Zeit fiel auch seine Bekanntschaft mit Andrea Embiríko, welcher Elytis' revolutionäre surrealistischen Ansichten verstärkte. Jedoch schrieb Elytis selbst nie nach der surrealistischen Technik.

1940 erschien sein Gedichtband "Prosanatolismi", in dem er seine bis dahin veröffentlichten Gedichte sammelte.Beim Überfall  Italiens kämpfte er an der Front in Albanien. Den Einmarsch deutscher Truppen in Griechenland 1941 erlebte er in Agrinion, wohin er nach einer Typhusinfektion aus dem Krankenhaus Jannina gebracht wurde. Im besetzen Athen schrieb er "Ilios o protos" und seine ersten wichtigen Prosaschriften.

Nach der Befreiung wurde Elytis zum Programmdirektor an der Staatlichen Rundfunkanstalt berufen (1945-1946), wohin er 1953 noch einmal für ein Jahr zurückkehrte. Das waren die einzigen Anlässe, während derer Elytis gegen Bezahlung arbeitete. Von 1948 - 1951 verwirklichte er mehrere Reisen nach Westeuropa, mit dem Ausgangspunkt Paris. Dort festigten sich seine eigenen Überzeugungen und fanden ihren Ausdruck im "Axion Esti"(Gepriesen Sei). Diesem Werk, und auch "Exi ke mia typsis ja ton urano" widmete er sich völlig bis 1959. Parallel dazu übersetzte er um seinen Unterhalt zu sichern Werke von Brecht, Genet u.a.

Danach und schon währenddessen schrieb er die Prosa, die Aufnahme fand in dem Band "Aniktá Kartiá" (1974), er unternahm weitere Reisen in die USA, nach Italien, Bulgarien, Frankreich und Ägypten.

1969 ließ er sich in Paris nieder. Hier, zwischen der Losung "die Phantasie an die Macht" der Maiaufstände und  dem Verdruß über die Aprildiktatur in Griechenland entstanden die Gedichte "To Photódendro",
"To Monógramma", "O Ìlios, o Iliátoras", "Ta Ro tu Èrota".

1971 kehrte er nach Athen zurück.Während dieser Zeit, bis zur Verleihung des Nobelpreises 1979, schrieb er Prosatexte über Theóphilos (1973), Papadiamántis (1974), Empiríkos (1979), und das "szenische Gedicht"
Maria Nepheli (1978).

Vor und nach der internationalen Auszeichnung wurde er von den Universitäten in Thessaloniki (1975),
Paris  (Sorbonne 1980), und London (1981) zum Ehrendoktor ernannt.

Außerdem erschien von Elytis: "Asma iroikó jia ton chaméno anthipolóchago tis Albanias" (1945),
"Kalosíni stis lykoporiés" (1947), "Albaniada" (1962), "Eterothalí, (1974), "Metáphrasis tu défteri graphí" (1976), "Simatológion" (1977), "Tria piímata 'me siméa efkerías'" (1982), "Imerológio enós athéatu Aprilíu" (Tagebuch eines nichtgesehenen April) (1984), "Sapphó, anasýnthesi ke apódosi" (1984), "Apokálypsi tu Joánni" (1985), "Mikró nautílo" (1985).

Parallel zu seinen lyrischen Werken , gab er sich mit Leidenschaft "bildlichen Kompositionen" mit Collagen hin, welche von Zeit zu Zeit ausgestellt wurden.

Viele Texte wurden vertont von M. Theodorakis, M. Hatzidakis, G. Markopoulos, M. Mavroudis,
L. Kokotos.

Übersetzungen seiner Werke gibt es in Französisch, Englisch, Italienisch, Deutsch, Spanisch, später, mit dem Anwachsen seiner internationalen Bedeutung,  auch in andere Sprachen.

 

Werke

Tondokumente

Bilddokumente

Quellen